Bundespräsident Köhler fordert Verbot von Killerspielen!

News vom 22-03-09
Uhrzeit: 12:57
Nach der Trauerfeier in Winnenden haben sich die betroffenen Familien in einem offenen Brief an Bundespräsident Köhler und Kanzlerin Merkel gewendet und fordern Konsequenzen: "Wir wollen, dass Killerspiele verboten werden"

Daraufhin fordert nun auch Bundespräsident Köhler ein Verbot für den Vertrieb von Killerspielen. Dies sei unerlässlich. Zwar besitzt der Bundespräsident in Deutschland nicht die politische Macht, um diese Forderung umzusetzen, jedoch wird sich kaum ein Bundestagsabgeordneter in einer Debatte für den Vertrieb von Killerspielen einsetzen...

Des Weiteren fordern die Betroffenen, dass der Zugang zu Waffen besonders an junge Menschen eingeschränkt und der Jugendschutz im Internet verstärkt wird. In der Winnender Zeitung schreiben sie: "In unserem Schmerz und in unserer Wut wollen wir nicht untätig bleiben und wir wollen wissen, an welchen Stellen unsere ethisch-moralischen und gesetzlichen Sicherungen versagt haben."

Die Hinterbliebenen fordern ebenfalls eine gesetzliche Neuregelung im Bezug auf Waffenausbildung. Heute ist es noch möglich ab dem 14. Lebensjahr eine großkalibrige Pistole zu bedienen. Eine Heraufsetzung der Altersgrenze auf 21 Jahre sei unerlässlich: "Grundsätzlich muss die Frage erlaubt sein, ob der Schießsport nicht gänzlich auf großkalibrige Waffen verzichten kann. Der Gesetzgeber muss Verstöße gegen das geltende Waffenrecht deutlicher und stärker ahnden."

"Wir wollen, dass sich etwas ändert in dieser Gesellschaft, und wir wollen mithelfen, damit es kein zweites Winnenden mehr geben kann". Die Opferfamilien sprachen sich auch für weniger Gewalt im Fernsehen aus. "Das Fernsehen setzt heute die ethischen und moralischen Standards. Wenn wir es zulassen, dass unseren Mitbürgern weiterhin täglich Mord und Totschlag serviert werden, ist abzusehen, dass die Realität langsam, aber stetig dem Medienvorbild folgen wird. Die Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche fernsehen, sollten generell gewaltfrei sein" Neben der Berichterstattung wurde auch die Heroisierung des Täters kritisiert. 

 Autor:
Dominic Ruthardt 
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