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Nintendo DS Lite

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Redesigns stellen für Videospieler kaum ein Novum dar. Schon mit dem Game Boy Pocket lieferte Nintendo Mitte der Neunziger eine verkleinerte Variante seines erfolgreichen Handhelds, die schon zwei Jahre darauf, zumindest in Japan, durch eine weitere Version mit eingebauter Bildschirmbeleuchtung, dem Game Boy Light, ersetzt wurde. Weitere Beispiele sind Sonys PS one, eine Mini-Ausgabe der ersten PlayStation, und die wohl notwendigste Neuinterpretation eines Videospielsystems aller Zeiten, der Game Boy Advance SP, welcher uns Spieler endlich von den selbstgebastelten Stirnlampen befreite, ohne die wir mit dem ursprünglichen GBA selbst bei Tageslicht kaum ordentlich spielen konnten. Dass auch Nintendos neuste Handheld-Kreation, der Nintendo DS, nicht von diesem Trend verschont bleiben würde, war da wohl abzusehen.

Nach noch nichtmal zwei Jahren nach dem Release des Systems veröffentlicht Nintendo an diesem Freitag auch hierzulande den jüngsten Zuwachs der hauseigenen Handheld-Familie, den Nintendo DS Lite. Welche Verbesserungen bringt diese neue Variante aber genau mit sich und lohnt es sich, deswegen den alten DS in den Ruhestand zu schicken? Wurden die Verbesserungen schlussendlich gar, wie es früher schon praktiziert wurde, mit Einschränkungen an anderer Stelle erkauft? Damit keiner von euch morgen vor einer verlockenden Kartonverpackung mit zwiespältigen Gedanken kämpfen muss, soll unser Hardware-Special auf den folgenden Seiten möglichst alle eure Fragen zum Nintendo DS Lite klären.

Der erste Eindruck zählt manchmal eben doch
Ein oft kritisierter Faktor am ursprünglichen Nintendo DS ist zweifellos sein Äußeres. Die matte Hülle, die dem früheren Nintendo-Standard entsprechend stark an den GBA SP und den GameCube erinnert, kann wohl noch verschmerzt werden, das nicht gerade ergonomische Design und das hohe Gewicht zeigen ihre Wirkung jedoch spätestens, wenn das Gerät in einer Hand gehalten werden muss, um mit der anderen den Stylus zu führen. Als einer der Hauptkritikpunkte flossen die Meinungen dazu natürlich maßgeblich in die Entwicklung des Nintendo DS Lite ein. Seine Hülle präsentiert sich glänzend, ganz im Stil moderner Elektronikspielzeuge wie Apples iPod oder Sonys PlayStation Portable, und er teilt damit auch den Makel der genannten Systeme: Die glatte Oberfläche ist geradezu ein Paradies für fettige Fingerabdrücke. „Wer schön sein will, muss leiden“, diese Aussage trifft hier für einmal wohl den Nagel auf den Kopf. Entgegen des äußeren Eindrucks zeigt sich das Innere, bei dem auf eine konservative Oberfläche gesetzt wurde, matt und unspektakulär, aber trotzdem augenscheinlich hochwertiger als die Plastikbeschichtung des Vorgängers.

Weniger leiden darf schlussendlich der Anwender - und darum geht es uns allen wohl hauptsächlich - denn die glatte, an den Kanten abgerundete Schale liegt angenehm in der Hand und dank der verkleinerten Ausmaße und des geringeren Gewichts, welches sich nun auch überwiegend auf die untere Hälfte des aufgeklappten Geräts verlagert, hat man den Nintendo DS Lite auch mit nur einer Hand merklich besser im Griff.
 Autor:
Cyril Lutz
Hardware
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