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999: Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors

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Das Nonary Game  - der Tod spielt mit
Durch eine Tür kann allerdings immer nur zwischen drei und fünf Personen gehen und diese müssen eine passende Zahl auf ihrem Armband haben. Die digitale Wurzel der Summe der Zahlen auf den Armbändern der Personen, die durch die Tür schreiten, muss nämlich der Zahl auf der Tür entsprechen. Die digitale Wurzel berechnet man, indem man die Quersumme berechnet, bis man nur noch eine einzelne Stelle erhält. Um den Druck noch ein wenig zu erhöhen, haben die Teilnehmer am Nonary Game nur neun Stunden, bis das Schiff untergeht und alle sterben. Schließlich gibt es eine harte Strafe für die Nicht-Beachtung einer Regel. Bevor man eine Tür durchschreiten kann, muss man sich mit seinem Armband an einem Gerät vor der Tür registrieren. Anschließend öffnet die Tür sich für neun Sekunden und die registrierten Spieler können die Tür durchqueren. Durchschreitet einer der Spieler die Tür, aber ein anderer nicht, wird jeder Spieler, der die Tür durchschritten hat, durch eine Bombe in seinem Körper automatisch explodieren. Das gleiche Schicksal blüht jedem Spieler, der eine Tür durchschreitet, die er gar nicht durchschreiten dürfte. Der Zweck des Nonary Games ist den Teilnehmern ein Rätsel, klar ist nur, dass keiner der beteiligten Spieler sterben möchte. Daher machen sich die acht verbleibenden Teilnehmer auf, das Schiff nach der Tür mit der Neun zu durchsuchen und auf dem Weg allerlei Rätsel zu lösen.

Die Qual der Wahl
Im Spiel gibt es nun an verschiedenen Punkten Wahlmöglichkeiten, welche Spieler-Konstellationen die Türen durchschreiten. Jede Wahlmöglichkeit ergibt einen eigenen Pfad durch das Spiel und die Geschichte variiert mal stärker mal weniger stark, abhängig davon, welche Entscheidungen man trifft. Der Spieler muss dabei immer die Räume durchsuchen und lösen, die Junpei aufsucht. Spielt man das Spiel einmal bis zum Ende, so erfährt man also nur einen Teil der Geschichte, insbesondere erführt man nur von einem Teil der Charaktere deren Hintergrundgeschichte. Zudem kann man auf einem Durchgang auch nur eines der insgesamt sechs Enden sehen.
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Im Idealfall muss man das Spiel fünf Mal durchspielen um alle Enden zu sehen, eines der Enden kann man auslassen und erhält es dann mit dem letzten Ende zusammen. Hinzu kommt, dass man das „richtige“ Ende selbst wenn man das Spiel so schnell wie möglich mit Lösung durchspielt, frühestens beim zweiten Durchlauf erhalten kann.

Storysystem mit Komplikationen
Leider haben die Entwickler in diesem früheren Werk noch sehr wenig Rücksicht auf den Spieler genommen. In jedem Durchlauf muss man alle Rätsel auf die man trifft neu lösen, das bedeutet insbesondere, dass man den ersten Raum insgesamt mindestens fünf Mal lösen muss, wenn man die gesamte Geschichte erleben möchte. Aber auch die meisten übrigen Räume werden sich auf diese Weise doppeln. Weiterhin gibt es im Spiel drei Entscheidungspunkte, einen bei dem man zwei Optionen hat, einen mit drei und dann wieder einen mit zwei Optionen. Das bedeutet, es gibt insgesamt zwölf verschiedene Routen durch das Spiel, auf einer Route liegt das richtige Ende, diese Route kann man zudem nur passieren, wenn man bestimmte Bedingungen erfüllt, anderenfalls erhält man eines der anderen Enden. Da es aber nur fünf Enden und – abseits der Zusatzräume im idealen Ende – zu jedem Zeitpunkt nur drei parallele Wege gibt, heißt das insbesondere, dass sich auf vielen Pfaden die Rätsel schlicht wiederholen, ein Großteil des Textes sich wiederholt und der Weg zum richtigen Ende durchaus nervig werden kann. Hier hat man in Virtue’s Last Reward definitiv die deutlich besseren Designentscheidungen getroffen. Tatsächlich würden wir wohl jedem Spieler empfehlen, sich eine Flowchart auszudrucken, auf der steht, auf welchen Wegen man welches Ende erreicht, denn die Alternative – ausprobieren – dürfte den allermeisten Spielern alle Nerven kosten.
 Autor:
Sebastian Küpper
Testbericht
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Leserwertung:
8.0