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Animal Crossing: Wild World

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 Spiel-Infos: Animal Crossing: Wild World
Animal Crossing: Wild World Boxart Name: Animal Crossing: Wild World (EUR)
Entwickler: Nintendo EAD - SDG2 (Katsuya Eguchi)
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 31. März 2006
Genre: Simulation
Spieler: 1-4
Features:
Nintendo Wi-Fi Connection
Wieder eines dieser Spiele, die gar keine richtigen Spiele sind. Oder etwa doch? Warum wird Animal Crossing: Wild World überhaupt von weit über zwei Millionen Japanern in den Modulschacht geschoben, wenn es doch eigentlich gar kein Spiel ist? Und was bitteschön motiviert Spieler genau das auch noch jeden Tag aufs neue zu tun?
Fakt ist, und das wissen Kenner des GameCube-Ableger, Animal Crossing: Wild World hat nur ein grob umrissenes Spielziel: Lebe! Das Spiel wird definitiv nie durchspielt werden können, was der Spieldauer demzufolge keine Grenzen setzt. Und weil das so ist und das Spiel gar nicht umfassend beschrieben werden kann, erzähle ich einfach von einem beliebigen Tag mit Animal Crossing. Richtig, ganz subjektiv und mit Sicherheit voller Vorurteile. Aber wer möchte sich denn auch anmaßen, der Kunst irgendwelche Wertungsschemata überzuhelfen? (Anmerkung der Redaktion: GU-User Arafat mit Sicherheit!) Lest also brav von meinem Tag mit Animal Crossing und entscheidet selbst, ob auch ihr in diese Welt eintauchen wollt oder euch doch lieber auf euer eigenes Leben konzentriert.

Dienstag, 6:00 Uhr, Berlin / Mein Bett
Ich hasse das Geräusch meines Weckers. Viel zu früh und das Kissen ist noch so schön weich. Nur noch fünf Minuten, dann aber raus ins Bad. Eine dreiviertel Stunde nachdem ich die Augen aufgemacht habe, öffnet sie auch mein kleiner Waffle in seinem beschaulichen Heim im Animal Crossing Dorf "GUH!". Denn obwohl ich etwas spät dran war, bin ich in Rekordzeit vom sechsten Stock bis runter zur Straßenbahn gestürmt, in der ich mich nun befinde und den NDS in den Händen halte.
Irgendwie fällt dem kleinem Racker das Aufstehen nie sehr schwer. Wenige Sekunden Ladezeit und schon steht er munter vor dem kleinen Haus mit orangenem Dach. Ich weiß, die Farbe ist geschmacklich gewöhnungsbedürftig - vor allem seitdem sogar die CDU damit Face-Lifting betreibt. Aber hey, Orange ist das neue Pink!

Doch genug der vielen Worte, bevor es in die S-Bahn und kurz darauf in den Zug nach Potsdam geht, wird im Haus noch etwas umgeräumt. Gestern habe ich neue Möbel bei Nook gekauft und außerdem wurde mein Haus vergrößert. Herzchenkommode und Hängematte vielleicht nach links, Azurregal und Robo-Fernseher gehören auf jeden Fall in den vorderen Bereich.

Dienstag, 7:03 Uhr Berlin / Zug RE1 in Richtung Brandenburg an der Havel
Nachdem die Herzchenkommode doch nach links verfrachtet wurde, weil der Smaragdtisch dort so verloren aussah, sind die innenarchitektonischen Fragen geklärt. Meine "Bücherwand"-Tapete macht immer noch einiges her, zumal sie mich so intelligent aussehen lässt. Was aber viel wichtiger ist und dringend noch geklärt werden muss: Was ziehe ich nur an? Häschenkapuze schön und gut, Ostern ist jedoch schon lange vorbei. Mal im Schrank schauen, was da noch so hängt. Die Ritterrüstung, die mir Nachbarin Dolly gestern geschenkt hat - das wär doch mal was. Aber ich hab keine passende Kopfbedeckung. Nun gut, dann das Revoluzer-Outfit: Blumen-Shirt 2, Baskenmütze und lila Brille.
 Autor:
Martin Eiser
Testbericht
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Leserwertung:
9.0