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Ankh: Der Fluch des Skarabäenkönigs

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 Spiel-Infos: Ankh: Der Fluch des Skarabäenkönigs
Ankh: Der Fluch des Skarabäenkönigs Boxart Name: Ankh: Der Fluch des Skarabäenkönigs (EUR)
Entwickler: TBA
Publisher: bhv Software
Erhältlich seit: 30. September 2008
Genre: Adventure - Point 'n' Click
Spieler: 1
Features:

Der Touchscreen des Nintendo DS ist ganz offensichtlich hervorragend für Adventure-Spiele geeignet. Die Ace Attorney-Reihe rund um Phoenix Wright und Co. hat das genauso gezeigt wie Hotel Dusk oder Another Code. Dass auch westliche Adventure-Titel im Stile der bekannten Lucas Arts Adventures (Monkey Island...) durchaus auf dem DS machbar sind, wurde bereits mit Runaway: Dream of a Turtle demonstriert. Leider konnte der PC-Port nicht wirklich begeistern und wies zahlreiche technische Probleme auf, die größtenteils nur mangelhaft oder gar nicht adressiert wurden. Vom deutschen Team Xider kommt nun in Ankh das nächste Adventure-Spiel, das seinen Ursrpung auf dem PC hat, auf den DS und will Fans klassischer Adventures wie auch Neukunden an sich binden. Ist der Port diesmal gelungen oder erwartet den Spieler eine weitere herbe Enttäuschung?

Deutsche im Vorteil
Startet man Ankh erstmals, so wird man überrascht feststellen, dass das Spiel mit hübschen FMVs und massenweise deutschsprachiger Sprachausgabe versehen ist. Schon die Einführungssequenz ist ziemlich lang und voller deutscher Sprache, so dass man sich fragt, wie die Entwickler das bei einem mehrsprachigen Spiel überhaupt auf die kleine DS-Karte bekommen haben, insbesondere angesichts dessen, dass die Qualität der Zwischensequenzen wirklich gut ist. Startet man das Spiel einmal in einer anderen Sprache, wird schnell klar, wie das zustande gekommen ist, denn egal in welcher Sprache man das Spiel spielt, die Sprachausgabe bleibt deutsch. Das ist ein seltenes Privileg und durchaus erfreulich für den deutschen Spieler, der normalerweise mit schwachen Übersetzungen oder englischsprachiger Sprachausgabe abgespeist wird.

http://nintendods.gaming-universe.de/screens/review_ankh-bild1.jpg
Simple Touchscreensteuerung mit kleiner Macke
Mit einem durchaus positiven Eindruck startet man also in die erste interaktive Szene im Spiel. Man beginnt im Raum des Helden Assil. Hier kann man sich zunächst mit der Steuerung vertraut machen. Man steuert Assil, indem man ihn entweder mit dem Steuerkreuz bewegt oder aber Zielorte mit dem Stylus antippt. Die gesamte übrige Steuerung erfolgt ausschließlich über den Touchscreen. Auf der Unterseite des Touchscreens befinden sich mehrere Symbole, die unterschiedliche Handlungen ermöglichen. Bevor man mit einem Objekt interagieren möchte, sollte man also sicherstellen, dass das richtige Symbol aktiviert wurde. Man kann wählen, ob man Objekte betrachten, aufnehmen oder benutzen möchte. Überdies kann man auch mit Charakteren reden, wenn man das entsprechende Symbol aktiviert. Hat man das Symbol der Wahl aktiviert und berührt anschließend das Objekt mit dem man interagieren möchte, führt Assil die gewünschte Handlung aus oder kommentiert, wieso das nicht möglich ist. Das Inventar befindet sich schlicht an der oberen Bildschirmseite. Dort kann man alle Objekte die man zur Zeit mit sich trägt auswählen und verwenden. Die Idee der verschiedenen Symbole für unterschiedliche Handlungen, anstatt einer kontextsensitiven Bearbeitung der Befehle des Spielers, erscheint unpraktisch und ist tatsächlich in der Praxis jedenfalls auf dem DS keine übermäßig gute Idee. Denn allzu oft kommt man versehentlich auf eines der Symbole und der Mehrwert, der durch die Möglichkeit der eigenen Wahl der Aktion gegeben ist, ist so gering, dass die zusätzliche Belastung des ohnehin schon kleinen Spielfeldes damit in keiner Weise wieder aufgewogen werden kann.
 Autor:
Tobias Schmitz
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