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Another Code: Doppelte Erinnerung

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 Spiel-Infos: Another Code: Doppelte Erinnerung
Another Code: Doppelte Erinnerung Boxart Name: Another Code: Doppelte Erinnerung (EUR)
Entwickler: Cing
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 24. Juni 2005
Genre: Adventure
Spieler: 1
Features:
Touchscreen, Mikrofon
Reanimation eines im Koma liegenden Patienten
Wehmütig wird so mancher Zocker der ersten Stunde heute in die Releaselisten der Hersteller schauen und dabei feststellen, dass es um das Genre der klassischen Adventures nicht sonderlich gut bestellt ist. Nur noch höchst selten lässt sich ein Vertreter dieser Gattung blicken und lässt Fans des Genre wehmütig an längst vergangene Tage mit Guybrush Treepwood (Monkey Island), King's Quest oder der Leisure Suit Larry Reihe zurück blicken. Noch krasser sieht diese Situation traditionell auf den Konsolen aus, hier liegt der Zeitpunkt scheinbar ewig zurück, als sich ein herausragender Titel gezeigt hat. Ist es also schon zu spät für diese alte Spielart der interaktiven Unterhaltung und können die Ansätze des Genres nur noch in Spielen überleben, in deren Verlauf es doch in Wahrheit mehr darauf ankommt, mit einer Waffe durch die Gegend zu ballern?

Ein klares „NEIN“ scheinen sich hier Entwickler CING und Publisher Nintendo gedacht zu haben, als man mit der Entwicklung von Another Code für den Nintendo DS begann. Jenes Stück Hardware also, welches auch schon Puzzle- und Plattformspielen in Form von Polarium und Yoshi Touch & Go eine neue Richtung aufgezeigt hat. So konnte man mit Recht gespannt auf das sein, was die Entwickler mit den ungewöhnlichen Fähigkeiten des NDS auf die Beine stellen würden. Und die große Frage dabei lautet: Hat das Genre noch eine Chance? 
Schicksalsschläge
Im Mittelpunkt der Geschehnisse von Another Code steht die 13-jährige Ashley Mizuki Robins. Noch als Kleinkind musste sie erleben, wie ihre Mutter im eigenen Haus erschossen worden ist und ihr Vater Richard kurz darauf spurlos verschwand. So wuchs sie bei ihrer Tante Jessica zu einem Teenager heran, bis plötzlich kurz vor ihrem 14. Geburtstag ein seltsames Päckchen an sie adressiert ankam. Jenes Päckchen enthielt nicht nur einen Brief ihres totgeglaubten Vaters, sondern auch ein kleines Gerät, welches den Namen „Duales Another-System“, kurz DAS, trug. Ihr Vater gab Ashley im Brief die Anweisung, zur Blood Edward-Insel zu reisen, auf der er seine Tochter endlich nach all den Jahren wiedersehen wolle. Also begaben sich Ashley und Jessica auf ein kleines Boot und schippern nun, zu Beginn des Spiels, geradewegs auf die mysteriöse Insel zu, auf der sich Ashley die Antwort auf all ihre Fragen erhofft.

Inselfreuden ohne Berührungsängste
Auf besagten Boot finden dann auch die ersten Konversationen mit Jessica und dem bärbeißigen Kapitän statt und damit eines der Hauptelemente von Another Code. So werden während einer Unterhaltung Stichwörter auf dem Touchscreen eingeblendet, bei deren Auswahl das Gespräch um das ausgewählte Thema weitergeführt wird. Da man jedoch sowieso jede Information gebrauchen kann, stellt dieses Element lediglich eine vorgegaukelte Freiheit dar. Auch lässt sich dadurch die Story des Spiels leider nicht wirklich beeinflussen.
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
7.7