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Dragon Quest IX: Hüter des Himmels

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 Spiel-Infos: Dragon Quest IX: Hüter des Himmels
Dragon Quest IX: Hüter des Himmels Boxart Name: Dragon Quest IX: Hüter des Himmels (EUR)
Entwickler: Level 5
Publisher: Square Enix
Erhältlich seit: 23. Juli 2010
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1-4
Features:
4-Spieler-Koop-Modus, Link mit DQMJ2 & DQVI
Über vier Jahre sind mittlerweile vergangen, seitdem uns Dragon Quest VIII: Die Reise des verwunschenen Königs auf der PlayStation 2 begeisterte. Eigentlich erwartete jeder den Nachfolger – Dragon Quest IX – auf der PlayStation 3, doch da zog uns Square Enix einen Strich durch die Rechnung und sorgte gemeinsam mit Nintendo für eine der größten Überraschungen der Videospiel-Geschichte. Die Ankündigung von Dragon Quest IX: Sentinels of the Starry Skies – oder zu Deutsch: Dragon Quest IX: Hüter des Himmels – bezeichnete man in der Fangemeinschaft schlichtweg als „megat0n“. Eine unerwartete Überraschung, die kaum einer für möglich gehalten hatte. Gründe für die Wahl der Hardware gibt es allerdings zu Genüge. Zum Beispiel die extrem hohe Userbase des Nintendo DS, der sich in Japan mittlerweile über 30 Millionen mal verkaufen konnte und damit besitzt in dem DQ-süchtigen Land durchschnittlich jeder vierte Bürger einen Nintendo DS. Passend zur Hardware wurden nach den Remakes von Dragon Quest IV, Dragon Quest V und Dragon Quest VI deutliche Verbesserungen in die Wege geleitet, die weit über die optischen Merkmale der Vorgänger hinausgehen. Level 5 hat bei Dragon Quest IX die kompletten Fähigkeiten des Nintendo DS ausgereizt. Neben dem Online-System und herunterladbaren Quests zählt vor allem das Online-Tag-System zu den großen Verkaufsargumenten.

Du bist der Held in Dragon Quest IX – wenn du willst.
Sobald ihr ein neues Spiel startet, öffnet sich erst einmal ein wirklich gelungenes Menü für die Charakter-Erstellung. Im bekannten Stil von Akira Toriyama, der selbstverständlich erneut für das Charakter- und Gegnerdesign verantwortlich war, könnt ihr euch typische Dragon Ball-Helden zusammenbasteln. Einige Variationen erinnern doch stark an Son Goku, Bulma und Co., doch letztendlich gibt es unglaublich viele Möglichkeiten. Ihr könnt die Größe – und damit ungefähr das gewünschte Alter – wählen und dürft danach jeweils zehn verschiedene Optionen für die Frisur, Haarfarbe, Hautfarbe, Gesichtsausdruck, Augenfarbe, das Geschlecht sowie natürlich einen frei wählbaren Namen eingeben. Der Clou dabei ist: Ihr könnt selbst eure bis zu drei Gefährten mit dem gleichen Muster erstellen. Ihr dürft sie sogar aus der Gruppe verbannen und neue Charaktere erstellen. Wer zu faul dafür ist, kann aber auch einfach vorgefertigte Charaktere in die Gruppe aufnehmen. Bei all der grandiosen Freiheit, die man von J-RPGs kaum gewohnt ist, hat es natürlich auch so seinen Nachteil. Ihr habt nicht den typischen Helden, der sich während des Abenteuers seinem Schicksal stellen muss, sondern vielmehr handelt es sich um Charakter X, der in eine Spielwelt importiert wird. Es versteht sich von selbst, dass der Hauptcharakter nicht allzu stark in die persönliche Ebene gezogen wird, da Äußerungen immer allgemein gehalten werden müssen. Mir persönlich hat dies allerdings nichts ausgemacht, denn das Erstellen von eigenen Charakteren ist für mich schon ein Kaufargument, sofern es wie in Dragon Quest IX gut umgesetzt wurde. Vor allem in Japan kann man da schon von einer Revolution sprechen, denn die Designer weichen ungern von dem vorgegebenen Design ab. Man sieht also: Die japanische Videospiel-Szene lernt dazu und versucht das klischeehafte Genre J-RPG aus der Vergangenheit zu lotsen. Die Charaktererstellung in Dragon Quest IX: Hüter des Himmels ist aber bei weitem nicht das einzige Argument für diese Annahme…
 Autor:
Dominic Ruthardt
Testbericht
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Leserwertung:
8.9