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Lufia: Curse of the Sinistrals

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Individuelle Kämpfer
Neverland hat allen sechs spielbaren Charaktere einen eigenen Kampfstil mit individuellen Waffen mit auf den Weg gegeben. So ist Maxim beispielsweise ein schneller Schwertkämpfer, der im Nahkampf brilliert, Guy holt recht behäbig mit seiner Axt aus, richtet dafür aber erheblichen Schaden an, und Tia hat etwas schwächere Angriffe, kann dafür aber auch auf mittlere Distanz angreifen. Die verschiedenen Kampfstile sind relativ gut umgesetzt, allerdings muss man das Spiel hier klar für einige enorme Schwierigkeitssprünge in Kombination mit einer für manch einen Endgegner leider nicht genau genügenden Steuerung kritisieren. Übrigens profitiert Lufia: Curse of the Sinistrals als voll dreidimensionales Spiel davon, auf dem Nintendo 3DS mit dem Schiebepad statt des Steuerkreuzes gespielt zu werden. Trotz der gerade angesprochenen Schwierigkeitssprünge in einigen Endgegnerkämpfen kann man in Sachen Grinding aber gleich Entwarnung geben, denn wer den Eindruck hat, zu schwach für einen Gegner zu sein und das mit Scheitern untermauert, muss nicht etwa durch Horden kleiner Gegner waten, um die notwendigen Erfahrungspunkte zu sammeln. Alternativ kann man nämlich nach dem Tod auswählen, dass man mit einem Level-Boost von fünf Levels für alle Charaktere weiterspielen kann – völlig ohne hiermit verbundene Nachteile. Schade ist hier nur, dass die Entwickler nicht noch die Möglichkeit gegeben haben, die Charaktere nicht einfach pauschal um fünf Level aufzuwerten, sondern auf ein empfohlenes Level für den jeweiligen Abschnitt zu hieven. Die Qualität der Kämpfe variiert übrigens sehr stark, während die kleinen Gegner im Grunde genommen Kanonenfutter sind, reichen Endgegner von clever bis enorm nervig.
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Frische Kost für Knobelfreunde
Was Lufia auf dem Super Nintendo besonders ausgezeichnet hat, war das gelungene und rätselorientierte Dungeon-Design. Auch in Curse of the Sinistrals haben die Entwickler sich bemüht, den Spieler geistig auf die Probe zu stellen. Kenner des Originals können sich in der Hinsicht auch gleich freuen, denn auch in Sachen Rätseln hat Neverland sich nicht auf die faule Haut gelegt, sondern sich neues Futter einfallen lassen. Konkret gibt es überhaupt keine Rätsel, die aus dem Original kopiert wurden, alle Rätsel in Curse of the Sinistrals sind komplett neu gestaltet. Daher fühlen sich alle Dungeons, auch wenn sie bisweilen bekannte Namen tragen, komplett neu an. Leider sind die Rätsel in Curse of the Sinistrals aber auch deutlich einfacher und durch die massiv verringerte Zahl an Dungeons auch merklich weniger zahlreich als im Original. Nichtsdestotrotz sind die Rätsel in klares Highlight in Curse of the Sinistrals und bieten einige sehr clevere Ideen. Gut genutzt werden hierbei auch die verschiedenen Charaktere, deren Spezialfähigkeiten als Ersatz für Items zur Rätsellösung verwendet werden können und müssen. Unglücklich erscheint in der Hinsicht, dass die Fähigkeiten von kampfunfähigen Charakteren mit den Charakteren abgeschaltet werden, so dass man an manch einer Stelle durchaus in eine Sackgasse geraten kann, wenn man den falschen Charakter im Kampf verloren hat.
 Autor:
Sebastian Küpper
Testbericht
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