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Miles Edgeworth: Ace Attorney Investigations 2

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Schachspiel um Informationen
Die wesentliche spielerische Neuerung ist ein als Schachspiel aufgemachtes Verhör. Der Spieler muss unter Zeitdruck einen Zeugen knacken, um die gewünschten Informationen aus ihm hervorzulocken. Im Grunde ähnelt die Spielmechanik ein wenig den Psyche-Locks der Hauptreihe, Capcom hat hier aber – so wie übrigens auch in der gesamten Geschichte von Miles Edgeworth: Ace Attorney Investigations 2 – auf übernatürliche Elemente verzichtet und schlicht auf Miles Kombinationsgabe vertraut. Von allen Verhörmethoden bislang in der Reihe ist das Schach aber auch spielerisch das interessanteste, da man durch den Zeitdruck eine ungewöhnliche Komponente in das Spiel eingeführt hat. Gleichzeitig sind die Strafen für Fehler in den Verhören vernachlässigbar gering, so dass auch Spieler, die Zeitlimits zu stressig finden, das Spiel genießen können.

Strengere Kontrolle des Spielflusses
Zuletzt bei Phoenix Wright: Ace Attorney – Dual Destinies ist auffällig gewesen, dass die Entwickler das Spiel ein wenig geradliniger gemacht haben und insbesondere die Ermittlungen stärker geleitet haben und Wechsel zwischen Szenerien seltener geworden sind. Dies ist auch bereits in Miles Edgeworth: Ace Attorney Investigations 2 zu beobachten. Nur in den allerwenigsten Fällen kann man in der Untersuchung selbständig die Szenerie wechseln, die langen Dialoge im Spiel geben oftmals gerade bei den Untersuchungen bereits so viele Hinweise, dass man kaum mehr etwas übersehen kann. Löblicherweise ist das allerdings bei den Befragungen und den Kreuzverhören nicht so intensiv ausgeprägt, wie es in Dual Destinies war, so dass man sich als Spieler nicht durchgehend an die Hand genommen fühlen muss.
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Gewohnte Pacing-Probleme im Mittelteil
Naturgemäß ist in Miles Edgeworth: Ace Attorney Investigations 2 das Textvolumen enorm groß. Leider haben die Entwickler in den Fällen teilweise doch ein wenig übertrieben und die Spannung durch bisweilen langatmige Zwischenkonversationen aufs Spiel gesetzt. Gerade im zweiten Fall kann das schon einmal zu unnötigen Längen führen. Glücklicherweise wird das Pacing im Verlauf des Spiels aber immer besser und die Spannung ist am Ende definitiv sichergestellt. Im Vergleich zu Miles Edgeworth: Ace Attorney Investigations hat Capcom im Nachfolger gute Arbeit geleistet, das Pacing zu verbessern und die Geschichte interessanter zu gestalten. Wie gehabt glänzt Capcom aber auch im zweiten Investigations-Teil mit unzähligen skurrilen Charakteren und lustigen Situationen.

Altbekannte Gesichter
Erwartungsgemäß steckt Miles Edgeworth: Ace Attorney Investigations 2, ähnlich wie der direkte Vorgänger wieder voll von Fan-Service – in einem Ausmaß gar, dass das Spiel mehr als andere Spiele der Reihe eine gute Kenntnis der Vorgänger voraussetzt. Besonders das Original Phoenix Wright: Ace Attorney wird in Miles Edgeworth: Ace Attorney Investigations 2 kräftig ausgeschlachtet.
 Autor:
Sebastian Küpper
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