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Nintendogs

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 Spiel-Infos: Nintendogs
Nintendogs: Dackel & Freunde Boxart Name: Nintendogs (EUR)
Entwickler: Nintendo EAD - SDG Konno
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 07. Oktober 2005
Genre: Simulation - Virtual Pet
Spieler: 1-2
Features:
Touchscreen, Mikrofon, W-LAN
Der erste Tag
Nachdem ich fest an die Tür des Zwingers geklopft hatte, öffnete sie sich und ich konnte sofort das Gebell der kleinen Welpen hören. Ungeduldig machte ich mich zu ihnen auf und schaute eine ganze Weile erst einmal nur beim gemeinsamen Tollen im Freien zu. Recht schnell fiel mein Interesse auf die drei Golden Retriever, die sich als sehr zutraulich zeigten. Das ist doch ein wirklich ansehnlicher Hund, dachte ich mir, aber natürlich konnte ich auch auf diese Weise den Charakter noch nicht wirklich einschätzen. Denn was nützte mir das schönste Prachtexemplar, wenn ich es am Ende mit einem kleinen Teufel im Hundefell zu tun haben würde. Glücklicherweise wurde mir aber zu jedem einzelnen Tier eine kurze Charakterbeschreibung mitgeteilt. So landete ich schließlich beim dritten Versuch bei einem Welpen, der laut Information ein sehr sonniges Gemüt besitzen sollte. Also wahrlich perfekt für ein absolutes Anfänger-Herrchen wie mich und am Ende genügte nur noch ein Blick in seine Knopfaugen und der Hund wurde gekauft.
Als wir beide zu Hause ankamen, verkroch sich mein potenzieller neuer bester Freund erst einmal in eine Ecke und schaute sich ängstlich um. Kein Wunder, schließlich würde meine beschauliche Bude von nun an sein neues Zuhause sein und das war für so einen kleinen Kerl natürlich erst einmal eine gewaltige Umstellung. Damit ich ihm wenigstens einen Teil seiner Angst nehmen konnte, pfiff ich ihn zu mir und kraulte ihn schön langsam durch sein Fell. Schon nach den ersten Berührungen schloss der Welpe seine Augen und schien die Begrüßungsgeste mit Leib und Seele zu genießen, was mir wiederum ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Da dauerte es nicht lange, bis die Angst fürs Erste verflogen war und er deutlich interessierter in meiner Wohnung umherlief. Jetzt schien die Gelegenheit gekommen zu sein, dem Welpen einen Namen zu geben. Natürlich hatte ich mir schon im voraus darüber Gedanken gemacht und so sagte ich mehrmals mit einer deutlichen Aussprache „Reggie“ zu ihm. Ich rief ihn wieder und immer wieder, bis er sich schließlich seinen Namen einprägte und beim kurzen Rufen sofort erwartungsfroh auf mich zugerannt kam. Die ersten Freundschaftsbande waren also geknüpft.
 
Ich liebe den Geruch von Schappi am Morgen
Nun galt es an die Grundversorgung Reggies zu denken. Also schnell in den nächsten Laden geeilt und von meinen spärlichen Kröten Hundefutter und Wasser gekauft. Damit war es natürlich nicht genug, denn diverse Pflegeprodukte wie eine Bürste und Shampoo sind für ein hygienebewusstes Herrchen natürlich selbstverständliche Utensilien. Mit all diesen Produkten ausgestattet, kehrte ich wieder heim und sogleich stürzte sich mein Reggie auf das Trockenfutter und Wasser. Damit wäre ein Grundbedürfnis erst einmal befriedigt worden. Doch die Mahlzeiten wollen natürlich ebenso wie das kühle Nass auch wieder hinaus und so dauerte es nicht lange und ich ging mit Reggie das erste Mal Gassi. Kein Hund kommt als Marathonläufer zur Welt und so mussten wir uns zu Beginn noch auf sehr kurze Strecken begnügen, die uns lediglich um den Block führten. Aber es reichte aus, dass er sich erleichtern konnte und noch dazu nette Gesellschaft bekam, wenn meine Nachbarn ebenfalls ihre Hunde ausführten. Während sich unsere Hunde beschnuppern konnten, gaben sie mir oft auch einen hilfreichen Rat mit auf den Weg. Kurz vor dem Ende unseres Spaziergangs flitzte mir der Kerl dann plötzlich so schnell los, dass sich die Leine nicht mehr in meiner Hand halten wollte. Ein paar Schrecksekunden später, trottete Reggie jedoch mit einem kleinen Geschenk wieder an, das er mir bereitwillig übergab. Darin verpackt war eine kleine Saftflasche, mit der mein vierbeiniger Freund aber nicht unbedingt spielen wollte, so dass ich sie später wieder verstaute. Seltsam, wo kam dieses Ding plötzlich her? Doch nachdem ich bei fast jedem darauf folgenden Gassi gehen auf weitere Päckchen stieß, die allesamt mehr oder weniger nützliche Spielsachen oder Accessoires für meinen Hund beinhalteten, musste ich einfach an einen großen Gönner hier in der Stadt glauben. Besonders den großen Fußball schloss Reggie schnell in sein Herz und lief oft minutenlang dem runden Leder hinterher.
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
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Leserwertung:
7.1