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Pokémon Conquest

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Harte Levelschranken
Das Konzept des Trainierens von Pokémon hat es auch in Pokémon Conquest geschafft, nur dass Pokémon in diesem Spiel kein Level, sondern einen Linkwert besitzen. Kämpft man erfolgreich mit seinem Pokémon, verbessert sich sein Link zum jeweiligen Trainer und damit auch die Stärke des Angriffs und die Zahl der KP. Allerdings muss man hierbei ein wenig aufpassen, denn nicht jedes Pokémon passt gleichermaßen gut zu jedem Trainer. Ein wenig versteckt kann man im Menü entdecken, dass jede Paarung von Pokémon und Trainer einen maximalen Link besitzt, der im Höchstfall 100% entspricht, aber auch manchmal bis hin zu 40% herunter geht. Über dieses Level hinaus kann man sein Pokémon dann nicht aufleveln, was zur Folge haben kann, dass gewisse Trainer-Pokémon-Paarungen später im Spiel komplett nutzlos werden.

Fleiß statt Köpfchen
Bedingt dadurch, dass Pokémon Conquest dem Spieler keinerlei Stress macht, es in wenigen Spiel-Monaten durchzuspielen und im Gegenteil beliebig viel Zeit zum Training lässt, leidet andererseits natürlich auch der strategische Wert des Spiels schnell. Die Entwickler haben im Wesentlichen keine verlässlichen Informationen zur Stärke des Spieler-Teams und da die Stärke der Gegner konstant bleibt, gibt es auch sonst keine dynamische Anpassung an den Spieler. Wer also möchte, kann sich das Spiel über Grinding so leicht machen wie er es möchte. Im Gegenzug kann man aber auch nahezu jeden Monat ein gegnerisches Königreich angreifen und muss dann allerdings damit rechnen, dass nur mit geschickter Kampfstrategie, gepaart mit der leider recht schwachen Gegner-KI ein Sieg errungen werden kann.
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Selbstverständlich spielen Pokémon-Typen hierbei eine entscheidende Rolle, denn insgesamt können Pokémon einen von siebzehn verschiedenen Typen besitzen, die wie in der Hauptreihe Vor- und Nachteile besitzen. Gerade in Arenen mit Engpässen kann man Immunitäten hervorragend dazu nutzen, gegnerische Pokémon geradezu in ihren Tod zu locken.

Abwechslungsreiches Karten-Design
Während prominente Grinding-Möglichkeiten und schwache Gegner-KI Pokémon Conquest strategisch bisweilen recht anspruchslos erscheinen lassen, muss man den Entwicklern aber auch ein Lob für das abwechslungsreiche Kartendesign aussprechen, das den Spieler mit immer neuen Situationen konfrontiert. Zunächst wären da verschiedene Siegbedingungen, beispielsweise das Erobern von Flaggen, das Halten von Flaggen, oder aber, leider später das einzige verbliebene Ziel, das Besiegen aller gegnerischer Pokémon - jedes Ziel kommt mit eigenen Spielstrategien daher.
 Autor:
Sebastian Küpper
Testbericht
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Leserwertung:
8.0