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Pokémon: Schwarze & Weiße Edition 2

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Nintendo DS halt
Grafisch hat sich nichts getan - wäre ein zu einfaches Statement an dieser Stelle. Fest steht, dass es sich um ein Rollenspiel für den Nintendo DS-Handheld handelt und daher keine Steigerung der visuellen Präsentation zu erwarten war. Dennoch gibt es Verbesserungen im Detail, vor allem die dezent erweiterten Animationen der Sprites von Monstern und Trainern. Doch während das positiv auffällt, stellt sich bald die Frage, warum der Spielfluss so unglaublich langsam daherkommt. Das Navigieren im Menü ist hakelig und - dauert - ganz einfach eine halbe Ewigkeit. Mal schnell sein Leitpokémon ändern oder Items einsehen oder Pokédex betrachten ist nicht, ständig zwingt eine kleine, aber beständige "Lade"-Zeit zum Warten. Noch ärger wird das beim Speichern, das gefühlte dreißig Sekunden in Anspruch nimmt. Vorsicht also, wenn man in die Nähe eines legendären Pokémon kommt und Gefahr droht, aus bloßer Bequemlichkeit nicht vorher das Spiel gesichert zu haben.
Die Vertonung des Spiels ist solide, bleibt allerdings in Sachen Ausdrucksstärke und Einfallsreichtum eine ganze Klasse hinter den Vorgängern zurück. Dem neuen Team Plasma-Theme fehlt die Dringlichkeit des Originals und Gänsehautstücke wie früher im Schloss von N fehlen gänzlich. Soll erfüllt, mehr aber auch nicht.

FAZIT
Diverse Kritikpunkte lohnt es sich an dieser Stelle nicht zu erwähnen, weil von vornherein klar war, dass es sich bei Pokémon: Schwarze & Weiße Edition 2 um einen direkten Nachfolger zu den Einser-Editionen handelt. Deshalb verzichte ich an dieser Stelle darauf zu erwähnen, dass das Kampfsystem einen Neuanstrich benötigt, die Grafik veraltet ist oder sonstige gravierende Neu-Features wünschenswert gewesen wären. Alles das wollen die vorliegenden Editionen gar nicht sein.
Schade ist in jedem Fall, dass der im Vorgänger so erfrischend involvierende Geschichtsfaden jetzt nur noch als grobes Rahmengerüst benutzt wird. Das Potential einer neu-entdeckten Lust eine Story zu erzählen, ging Entwickler GameFreak wieder abhanden. Was bleibt, ist ein Pokémon-Abenteuer auf dem neuesten Gameplay-Stand der Serie in einem teilweise neuen Welt mit vielen Detailveränderungen. Langzeit-Fans fackeln sowieso nicht lange, der Rest sollte am besten auf den inneren Poké-Jieper hören. Wer der Franchise jedoch bislang nichts abzugewinnen vermochte, wird diese Haltung auch an dieser Stelle nicht ablegen.

Daher für Einzelspieler und im Mehrspielermodus gut bis sehr gut.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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Leserwertung:
7.3