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Pokémon: Schwarze & Weiße Edition

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 Spiel-Infos: Pokémon: Schwarze & Weiße Edition
Pokémon Weiße Edition Boxart Name: Pokémon: Schwarze & Weiße Edition (EUR)
Entwickler: Game Freak
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 04. März 2011
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1-4
Features:
DSi-exklusiv: Video-Chat & WPA/WPA2-Support
Mit einem schwachen Schiggy fing damals alles an. Unglücklich für den ersten Arenaleiter Rocko und seine Kleinstein-Onix-Kombination, machte Aquaknarre den Gesteins-Monstern schnell den Garaus. Bald wurde aus Schiggy Schillok, und als es am Ende gegen die Top Vier ging, war bereits die mächtige Kampfkröte Turtok aus dem allerersten Pokémon-Begleiter geworden. Es war nicht immer leicht, etwa gegen Major Bob mit seinen Elektro-Pokémon, oder beim Durchqueren der Höhle nach Lavandia. Und dann die Duelle gegen das Level 51-Digdri eines Schulkollegen... Die Pokémon-Spiele sind sicher für viele Zocker  mehr als nur ein x-beliebiges Rollenspiel. Jeder, der damals um 1998 herum im Hype gefangen war, hat seine eigenen, nicht-virtuellen Geschichten erlebt und kann vermutlich noch heute die eine oder andere Anekdote zum Besten geben. Seit Anfang März hat Nintendo ein weiteres Kapitel der endlosen Monster-Saga auf den deutschen Videospielmarkt gebracht und mit Pokémon: Schwarze & Weiße Edition die fünfte Generation der Serie veröffentlicht. Wie viel Vertrauen der Traditionshersteller in die mittlerweile 646 Monster setzt, zeigt nicht zuletzt der Erscheinungstermin: Der Nintendo 3DS hat mit der Wachablösung der Handheld-Dominanz begonnen - ein Pokémon kann es sich aber leisten auch jetzt noch für den Nintendo DS zu erscheinen.

Eine ... epische Geschichte?!
Der beste Pokémon-Trainer möchte man werden, den Pokédex mit möglichst viel Information anreichern und ganz nebenbei auch noch einer fiesen Organisation das Handwerk legen - die Zutaten für die Geschichte eines typischen Pokémon-Spiels sind allesamt vorhanden. Und doch merkt man an vielen Stellen der Schwarzen & Weißen Edition, dass Entwickler Game Freak tief im Inneren des Entwicklerherzens höheren Zielen entgegen strebt. An den Aspekten des Stärkerwerdens und Pokédex-Komplettierens hat sich nichts verändert, sehr wohl jedoch an der bösen Organisation, die dem Helden diesmal das Leben schwer macht. Aber ist diese mysteriöse Gruppe namens Team Plasma überhaupt so richtig böse? Schenkt man den Mitgliedern und dem öfters vor Publikum sprechenden Anführer G-Cis Glauben, so besteht das Ziel von Team Plasma darin, alle Pokémon aus der Gefangenschaft der Menschen zu befreien. Die Trainer sind da natürlich anderer Ansicht, sei doch die Beziehung zwischen einem Trainer und seinen Pokémon das Tollste der Welt. Aber als Spieler kommt man nicht umhin, Team Plasmas Vorhaben ernsthaft abzuwägen. Denn wozu braucht es den ganzen Fangen-Part, wieso überlässt man es nicht den kleinen Monstern zu entscheiden, wann sie wohin gehen und was tun? Noch seltsamer wird die Geschichte, wenn man erstmals auf den unbekannten Trainer N trifft, der dem Auftritt im Vorspann des Spiels zufolge von größerer Bedeutung sein muss. Tatsächlich kumulieren sich die portionsweise vorgesetzten Story-Happen zum Ende hin zu einer annehmbaren Rollenspiel-Handlung. Und nein, ganz ohne "für Pokémon-Verhältnisse". Geht man nur von einzelnen Szenen aus, könnte man die Schwarze & Weiße Edition manchmal auch für ein Dragon Quest-Spiel halten.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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Leserwertung:
9.3