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SBK: Snowboard Kids

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 Spiel-Infos: SBK: Snowboard Kids
SBK: Snowboard Kids Boxart Name: SBK: Snowboard Kids (US)
Entwickler: Atlus
Publisher: Atari
Erhältlich seit: 13. April 2006
Genre: Racer - Fun Racer
Spieler: 1-4
Features:
Single Card Download-Play
„The Snowboard Kids are back and better than ever.” Wenn der Packungstext der US-Version von SBK: Snowboard Kids schon solche großspurigen Versprechungen bereithält, ist es kaum verwunderlich, dass der Spieler mit hohen Erwartungen an den Titel herangeht, vor allem nicht nach den beiden grandiosen N64-Vorgängern, die auf Nintendos Nebelwerfer Ende der 90er zu Kultracern avancierten. Warum der Promotext leider nicht hält, was er verspricht, lest ihr im nachfolgenden Testbericht.

Snowboard Kids 08/15?
Zugegeben, auf den ersten Blick wirkt die Präsentation schon recht nett. Das Menü erinnert stilistisch etwas an SSX On Tour, das soll allerdings die einzige Parallele bleiben, denn spielerisch haben die beiden Titel absolut nichts gemein. Zur Auswahl stehen neben den Single- und Multiplayermodi ein Trainingsmodus, der sich wahlweise mit der Basissteuerung befasst, die ausführbaren Tricks aufgreift und die einzelnen Items erklärt. Das Optionsmenü umfasst die obligatorischen Soundsettings und hält eine Cheateingabe bereit. Neben den eigentlichen Spielmodi wäre da noch der Shop, in dem sich die im Singleplayer erworbenen Punkte in neue Charaktere oder Kleidung, Boards oder neue Boarddesigns sowie neue Kurse und Cheatcode Sets eintauschen lassen.

Spätestens im Singleplayer-Modus wird leider deutlich, dass SBK: Snowboard Kids mit der eigentlichen Spielreihe nicht mehr viel gemein hat. Zwar klingen die Modi „World Tour Challenge“, „Slalom“ und „Boss Battle“ anfangs noch interessant und gewissermaßen auch „neu“, erweisen sich allerdings als recht belanglos. In der World Tour Challenge geht es nach Auswahl eines Charakters und eines von anfangs drei Schwierigkeitsgraden auf zehn nacheinander folgenden Stages zur Sache, wobei sich Abfahrtsduelle gegen drei Gegner mit Slaloms und Bossfights abwechseln. In den Slalom-Races wird mit einem Checkpoint-System derjenige belohnt, der vor Ablauf der Zeit im Ziel ist und durch das Einsammeln blauer Kristalle sowie das Ausführen von Tricks auf dem Weg nach unten am meisten Punkte gesammelt hat. Die teils etwas unfairen Bosskämpfe sind nicht etwa darauf ausgelegt, vor den komisch designten Opponenten ins Ziel zu kommen, sondern diese mit Items abzuschießen. Nette Idee, nicht mehr und nicht weniger.

Bei der Fahrerwahl fällt bereits auf, dass das sympathische Charakterdesign aus den N64-Pendanten einem 08/15 Animelook weichen musste. Zwar erkennt man Charaktere wie Slash noch an ihrer bezeichnenden Frisur, die Zeiten der Kopffüßler mit Knubbelnase sind jedoch vorbei. Das optische Pimping der Fahrer muss dabei gar nichts Schlechtes bedeuten, wird Kenner der Vorgänger jedoch enttäuschen. Leider haben es Kult-Charaktere wie Shinobi nicht mehr ins fertige Spiel geschafft. Zahlenmäßig bietet Snowboard Kids mit sechs von Beginn anwählbaren sowie zwei freischaltbaren Boardern eine zufriedenstellende Fahrerauswahl, die aus heutiger Sicht allerdings auch gerne höher hätte ausfallen können. Die Wahl des Snowboards wirkt sich erwartungsgemäß auch auf das Fahrverhalten aus und variiert in den Werten Speed, Trick, Turn und Shot.
 Autor:
Thomas Steuer
Testbericht
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Leserwertung:
4.9