Nintendo DS » Tests » S » Solatorobo: Red the Hunter

Solatorobo: Red the Hunter

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
 Spiel-Infos: Solatorobo: Red the Hunter
Solatorobo: Red the Hunter Boxart Name: Solatorobo: Red the Hunter (PAL)
Entwickler: CyberConnect2
Publisher: Namco
Erhältlich seit: 01. Juli 2011
Genre: Rollenspiel - Action-RPG
Spieler: 1-4
Features:
Quest-Downloads via Wi-Fi
PlayStation 2- und PlayStation 3-Besitzern ist Entwickler CyberConnect2 längst ein Begriff. Nicht unbedingt durch die meisterhafte Anwendung von cleverem Gameplay, dafür aber durch die pompöse Präsentation jeden Titels, den sie angehen. Schon die Narutimate Hero-Titel für PS2 wurden durch ihre Cutscenes bekannt, mit dem Naruto-Titel für PS3 und 360 hat man dann beinahe Anime-Qualität in Ingame-Grafik bestaunen dürfen. Eben jener Entwickler hat sich nun an einem Nintendo DS-Titel versucht, der, soviel sei vorab verraten, sich ebenfalls mit den schönsten Spielen des Handhelds messen kann. Aber Solatorobo ist sehr viel mehr als nur ein hübsches Spiel. Warum Solatorobo: Red the Hunder begeistern kann, warum aber leider nicht alles Licht ist, erfahrt ihr im Test.
 
Eine perfekte Ausgangssituation
Eine Welt bestehend aus am Himmel schwebenden Inseln, Luftschiffen, Robotern, eine ordentliche Portion Steampunk und zu alledem ein bezaubernd altmodisches, Ghibli-esques Art-Design. Solatorobo besitzt all die Zutaten für ein mitreißendes Abenteuer. Als Held Red Savarin beginnt man die Geschichte auf einem Beutezug an Bord eines Kurvaz-Frachters. Die Kurvaz sind die selbsternannten Herrscher der Welt namens Shepherd und wenig sympathisch, weshalb man als Spieler kaum Mitleid verspürt, den haarigen Burschen ein bisschen Ladung abzunehmen. Haarig sind übrigens all Bewohner von Shephard, denn Entwickler CyberConnect2 hat sich für ein sogenanntes Kemono-Design entschieden, sprich anthromorphe Tier-/Mensch-Charaktere. Wie schon auf dem Cover der Spielehülle verraten wird, hat das jedoch mehr als nur kreative Gründe. Caninu Red stöbert mit seinem Roboter Dahak also auf dem feindlichen Frachter herum, bis er in einem zuhinterst gelegenen Raum ein mysteriöses Amulett findet. Nachdem er kurz darauf noch auf den Felineko namens Elh trifft, die Kurvaz aber doch etwas aufdringlich werden, fliegt Reds Schwester alle aus der Bedrouille heraus. In der Stadt Airedale angelangt, sammeln sich die Helden des Spiels erst einmal und nach und nach erschließt sich die Bedeutung des Amuletts, von Elh und auch Red Savarin höchstselbst.

Die Story des Spiels kann leider mit der Präsentation selbigens nicht mithalten. Fans klassischer JRPGs und Anime kommen zwar auf ihre Kosten, für alle anderen sind Plot und Auflösung desselben einfach viel zu einfach und simpel gestrickt. So sympathisch die Charaktere auch sind, so schafft es das Spiel nicht, die Charakterriege über die Spielzeit hinweg auszuweiten, um für eine epischere Handlung zu sorgen. Ein Vergleich mit dem Klassiker Skies of Arcadia drängt sich aufgrund des Settings auf, und gerade dann wird deutlich, wie sehr Solatorobo es vermissen lässt, eine große Zahl stärker Charaktere aufzubauen. Stattdessen wird die Handlung von immer wieder denselben drei bis vier Akteuren getragen. Dass die Gegner vor allem zu Spielbeginn oft in Cartoon-Manier lächerlich dargestellt werden, anstatt als gefährliche Bedrohung, hilft der Atmosphäre des Spiels ebenfalls nicht unbedingt. Insgesamt ist die Geschichte von Solatorobo nicht schlecht, erweckt durch das Setting und den grandiosen Artstyle jedoch bei weitem höhere Erwartungen.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
8.5