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Solatorobo: Red the Hunter

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Reise in die gute alte Zeit
Bei der kurzen Spielzeit und wenig ausgefallenen Story muss es, neben dem spaßigen, actionreichen Gameplay, noch einen weiteren Höhepunkt geben: Die optische Präsentation. Wie zu Beginn des Tests erwähnt, zeichnen sich CyberConnect2 für die Entwicklung des Spiels verantwortlich und zeigen auch auf dem Nintendo DS, was möglich ist. Die Städte bestehen aus liebevoll gezeichneten 2D-Hintergründen, die Figuren sind in 3D animiert und die Zwischensequenzen, die man immer wieder einmal sieht, zeigen sich in einem ganz eigenen Stil, bei dem geschickt 2D-Sprites benutzt werden, dabei aber alles andere als flach aussehen. Mehr Anime-Szenen wären zwar toll gewesen, dennoch sieht Solatorobo klasse aus. Besonders hervorheben muss man den genialen Artstyle, der an ältere Anime erinnert. Dazu die vielen mal coolen, mal süßen Halb-Tier-Halb-Mensch-Charaktere. Wer dagegen nicht allergisch ist, bekommt optisch eine Menge geboten. In Sachen Musik macht das Spiel ebenfalls einen guten Eindruck, wenngleich die Zahl an erinnerungswürdigen Stücken eher gering ist. Definitiv in Erinnerung bleiben wird einem aber das Voice-Acting der Figuren. Die nämlich geben von Japanern gesprochene französische Phrasen von sich, wann immer ein Gespräch angefangen wird. Ob nun Flos "Bonjour", Belugas "Apropos" oder das "Solala" von Reds Schwester, so sehr die Wahl auf das Französische anfangs befremdet, so charmant wirkt es nach nur kurzer Zeit.

FAZIT
Dass ein Action-RPG (eigentlich mehr Action-Adventure oder auch nur Action-Spiel) für den Nintendo DS ein so befriedigendes Controlling der Spielfigur bieten könnte, hätte ich vor dem Spielen von Solatorobo nicht gedacht. CyberConnect2 haben Ahnung was Technik betrifft und so macht das Steuern von Red im Dahak-Roboter einfach nur Spaß, egal, ob man Kisten schleppt, Gegner in die Luft hievt oder mit dem Dash-Move schneller vorwärts kommen möchte. Das sich die Story nie über ein recht simples Niveau hinaus entwickeln kann, ist bedauerlich, ebenso die geringe Spielzeit. Dass es keine Oberwelt gibt, ist an und für sich auch anzukreiden, dafür kommt beim Spielen von Solatorobo zu keinem Zeitpunkt das Gefühl auf, das Spiel würde sich künstlich strecken. Wer für knapp 20 Stunden in eine liebenswürdige Welt voller Luftschiffe, Roboter und Katzen- und Hundewesen eintauchen möchte, der ist mit Solatorobo bestens bedient. 3DS-Besitzern sei außerdem gesagt, dass sich das Spiel wunderbar mit dem Analog-Pad des neuen Nintendo-Handhelds steuern lässt. Das an einigen Stellen verschwendete Potential ist schade, aber vielleicht darf CyberConnect 2 ja noch einmal ran, bis dahin ist Solatorobo aber allemal ein gutes Spiel.

Der Multiplayer-Part konnte leider nicht getestet werden. Der Redaktion lag nur ein Exemplar der DS-Version vor.

Daher für Einzelspieler gut.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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Leserwertung:
8.5