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Polarium

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 Spiel-Infos: Polarium
Polarium Boxart Name: Polarium
Entwickler: Mitchell
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 11. März 2005
Genre: Sport - Denksport
Spieler: 1-2
Features:
tba
Von Steinen und Millionen
Vieles hat zum damaligen Erfolg des Game Boys beigetragen, aber sicher nichts so sehr wie die Entscheidung des ehemaligen Nintendo of America Präsidenten Minoru Arakawa. Der sah nämlich ein kleines Spiel auf einer Computermesse, das ein Russe namens Alexej Paschitnow schon 1984 erfunden hatte. Besagter Mann arbeitete damals im Computerzentrum der Moskauer Akademie der Wissenschaften an einer Software für Spracherkennung. Doch aus Langeweile entwickelte der geniale Mann die Idee für ein Spiel, das er heimlich während seiner Arbeitszeit programmierte und später als Tetris die gesamte Welt erobern sollte. Damit war nicht nur der Erfolg des Game Boys geebnet, sondern auch die Entstehung des Puzzle Genres, einem Genre, wie gemacht für die kleine Keksdose. So verwunderte es nicht, dass im Laufe der Zeit gerade für die Handhelds von Nintendo eine ganze Reihe weiterer Spiele dieses Genres entwickelt wurden. Und auch Mario & Yoshi, Tetris Attack, Yoshi's Cookie und nicht zuletzt Dr. Mario wurden zu Kultspielen und Nintendos Taschen prall gefüllt. Nur nicht die des eigentlichen Erfinders: So pochte sein Arbeitgeber jahrelang darauf, dass Alexej Paschitnow Tetris auf einem firmeneigenen Dienstcomputer entwickelt hatte und strich alleine die Millionen für Lizenzen ein. Gut zu wissen, dass der Mann wenigstens nach über 10 Jahren Streit eine kleine Summe bekommen hat (über die allerdings Stillschweigen vereinbart worden sein soll). Inzwischen arbeitet Herr Paschitnow glücklich bei Microsoft – und die Spielewelt zerrt immer noch von der Idee seines Geniestreiches.

Schwarzmalerei ist erwünscht
Schon kurz nach der E3 2004 im Mai schwirrte der Titel „Nintendo Puzzle Game“ durch die Ankündigungslisten des Nintendo DS und erst im Oktober gab Nintendo den Titel Chokan Hitofude (für den Westen hat das Spiel jüngst den Namen Polarium erhalten) bekannt und gewährte erstmals Einblicke ins Gameplay. Inzwischen ist das Spiel in Japan als einer der Launchtitel erschienen.
Der Name des Titels gibt schon einen Hinweis auf das Spielprinzip: Hitofude beschreibt einen Zeichenstil der japanischen Kalligrafie – die Kunst, einen Charakter mit nur einem Stich zu zeichnen, ohne neu anzusetzen und den eigenen Strich zu überzeichnen. Und genau darum geht es auch in Chokan Hitofude: Ihr habt eine Fläche von weißen Vierecken vor euch, die ihr alle mit einem lang anhaltenden Strich mittels eures Stylus in schwarz (und auch umgekehrt) färben müsst. Und genau wie bei den Regeln des Hitofude ist es verboten, dass sich euer eigener Strich überschneidet, ansonsten endet das Spiel.

Was haben wir denn alles auf der Karte?!
Damit euch nicht so schnell langweilig wird, wurden dem Spiel verschiedene Modi verliehen. Im Challenge Mode werdet ihr Bekanntschaft mit dem oberen Screen des NDS machen. So kommen noch während des gerade zu ziehenden Striches schon neue Steine auf den Touchscreen hinuntergepurzelt und ihr müsst gewaltig umdenken. Wenn man nicht schnell genug ist, türmen sich, wie zu besten Tetris Zeiten, die Steine allmählich bis an die Decke bis es schließlich mit dem Spiel vorbei ist. Dieser Modus spielt sich sehr hektisch und lässt den gewollten Nervenkitzel für alle Puzzle Enthusiasten aufkommen. Für die „intellektuelleren“ Naturen unter euch wird der Checkmate Mode genau das Richtige sein. Hier müsst ihr ohne Zeitlimit insgesamt 100 Puzzles lösen, wobei der Schwierigkeitsgrad nach dem leichten ersten Drittel immer weiter ansteigt und ihr euch zum Ende hin als echten Hitofude Meister fühlen könnt. Doch damit nicht genug: Auch eigene Puzzles können erstellt und mittels Wireless-Verbindung an eure Freunde geschickt werden, um damit deren grauen Zellen in Aufruhr zu bringen. Auch für die nostalgischen Spieler, die schon damals bei Metroid (NES) nicht mit dem Auge gezuckt haben, besteht die Möglichkeit, die Puzzles mittels eines 30stelligen Codes auszutauschen.
 Autor:
Oliver Sautner
Vorschau
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Screenshots:
Prognose:
5/5
Leserhype:
8.5